„Walk the Moon“ Konzertbericht

This house is falling apart!

Vergangenen Freitag (08.03.) trat die Band „Walk the Moon“ aus Ohio zum zweiten Mal in Österreich auf. Waren sie das letzte Mal der Support von „FUN.“ in der Arena Wien, begeisterten sie dieses Mal als Hauptact in der Szene Wien ihre Fans mit bunten Gesichtsbemalungen, guter Musik und ganz viel positiver Energie.

Schon vor Beginn des Konzerts geht für viele Fans ein Traum in Erfüllung – den Leadsänger der Band kurz persönlich kennen zu lernen. Denn der steht entspannt vor der Konzerthalle und malt Fans mit Gesichtsfarbe bunte Muster auf die Haut. Von Blümchen, über Blitze bis zu Linien angeordneten Punkten ist alles dabei. Von diesem für die Band schon zur Tradition gewordenen Prozedere, sind vor allem die jungen weiblichen Fans begeistert.

Auf der Bühne tragen natürlich auch alle Bandmitglieder die von den Filmen „Peter Pan“ und „Hook“ inspirierten „Kriegsbemalungen“ im Gesicht (siehe Fotos). Dann geben sie knapp 1 ½ Stunden alles. Sie performen (fast) alle Nummern ihres aktuellen Albums, sowie das eine oder andere neue und alte Lied. Bei „Me & All My Friends“ soll das so schon völlig begeisterte, nur noch auf und ab hüpfende Publikum, auch noch einen Teil des Refrains übernehmen. Von so einer positiven und ausgelassenen Stimmung können so manch andere Künstler bei ihren Konzerten nur träumen. Denn die in das Subgenre Indie-Rock fallende Musik der Gruppe besticht vor allem durch eingängige Rhythmen und Lyrics, die dazu animieren ausgelassen mitzutanzen und zu singen. Einen Höhepunkt erreicht das Konzert, als die Band ihren Hit, „Anna Sun“, anstimmt.

Einige Besucher dachten, dass nach diesem das Konzert zu Ende wäre, aber dem war nicht so. Als Zugabe gab es noch zwei Nummern, zuerst das für viele Fans unbekannte neue Lied „Drunk In The Woods“. Im Anschluss daran forderte der Leadsänger, Nicholas Petricca , das Publikum auf alle negativen Erlebnisse, Gedanken etc. der ganzen Woche zu bündeln und über die in die Höhe gestreckten Fingerspitzen los zu lassen, so dass in einem selbst nur noch eine reine positive Energie zurückbleibt. Klingt leicht alternativ, ist es auch. Aber es wirkt! Verständlich, dass nun die Stimmung vor dem letzten Lied „I Can Lift A Car“ ausgelassener ist als jemals zuvor an diesem Abend. Als dann der Auftritt der Band endgültig vorbei ist, sieht man in der Menge kaum betrübte Gesichter, sondern vor allem glücklich lächelnde Menschen, die von der Performance der Band noch vollkommen verzaubert sind.

Nach dem Konzert haben Fans die Chance ein oder zwei Worte mit allen Mitgliedern der Band (Nick, Kevin, Sean und Eli) zu wechseln. Aufgeteilt auf vier verschiedene Punkte in der Konzerthalle geben sie nach Ende ihrer Performance noch unzählige Autogramme für ihre Fans und stellen sich auch für Fotos mit ihnen zur Verfügung. Die Reaktion der Konzertbesucher am Ende des Abends auf das Konzert ist beinahe immer die gleiche. Immer wieder sind Aussagen wie, „Das war ein super Konzert!“ und „Der Typ ist echt süß!“ zu hören, aber in vielen Fällen hängt ein aber dran und zwar „Aber die sind echt klein!“. Und hier kommt noch ein aber: „ABER es kommt bekanntlich nicht auf die Größe an!“ 😉

Setlist: Quesadilla / Next In Line / Shiver Shiver / Tête à Tête / Tightrope / Lisa Baby / Anyway I Can / Me & All My Friends / Iscariot / Fixin‘ / Jenny / Anna Sun / Drunk In The Woods (Zugabe) / I Can Lift A Car (Zugabe)

Barbara Klaus

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