Romanlesung mit Zugaben in Subingen (Schweiz)

Weder Veranstalter noch Ausführende noch Publikum hätten voraussehen können, dass der Abend so ausnehmend gut verlaufen würde. Denn das Ehepaar Wittmer, das den in der Schweiz bisher eher unbekannten deutschen Schriftsteller Andreas H. Buchwald nach Subingen eingeladen hatte, war purer Intuition gefolgt, einem Bauchgefühl, das entstanden war, als die beiden den Mann mit dem Hut auf der kleinen Buchmesse in Stockstadt am Rhein kennenlernten. Die zwei ersten Bände des insgesamt elfbändigen Rahmenromans DAS BLUT DER RATTE hatten es ihnen angetan, die verrückte Idee des Spiels mit der Elf. Denn jeder einzelne Band des Romans enthält wiederum elf Kurzerzählungen, von einigen weiteren Geheimnissen einmal abgesehen. So hielten sie es für ein Muss, dass Buchwald sein Werk in Solothurn vorstellt, der Stadt der Elf. Der überraschte Schriftsteller, der einfach nur mit seiner eigenen numerologisch ermittelten Lebenszahl gespielt hatte, wusste zunächst so gut wie gar nichts über die spezifische Beziehung der schweizerischen Stadt zur Zahl Elf und wurde selbst neugierig. Und die Wittmers schafften es, eine Vorstellung seines Romans zwar nicht direkt im Zentrum von Solothurn, aber doch immerhin bei einer Lesesoirée im nahen Subingen zu organisieren, im Restaurant Oeschbrücke. Originellerweise meldeten sich 22 Interessenten an, und das Ereignis fand am 2. 11. 2019 statt.
Buchwald, von seiner Partnerin Barbara Scheck unterstützt, begann zu lesen und zog sein Publikum von der ersten Zeile bis zur letzten in den Bann seines geheimnis- und lebensvollen Werkes. Schlichtweg begeistert kauften die Zuhörer die Bücher, forderten Zugaben und äußerten den Wunsch, bald auch mehr über die anderen, bislang nur in Deutschland und Österreich vertriebenen Romane dessen, DER MIT DEM HUT LIEST (so Buchwalds Markenname), zu erfahren. Am besten bei Veranstaltungen wie einer solchen Soirée.

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