Offener Hernalser Literaturstammtisch

Viele ZuhörerInnen, darunter etliche zum ersten Mal, fanden sich am 27. April zum monatlichen Literaturstammtisch in Hernals ein. Es erwartete sie ein umfangreiches Programm, in dem für jeden etwas literarisch Interessantes dabei war.

Den Anfang machte Ingrid Felmeth, die einen Abschnitt aus einem Romanfragment vorlas. Danach erzählte sie von ihren Recherchen zum Thema „Epilepsie“, eine Krankheit, mit der eine der Protagonistinnen in ihrem Buch zu kämpfen hat, und die bis heute als unheilbar gilt. Elmar Hanke erwähnte, dass Epilepsie schon bei Dostojewski in dessen Roman „Der Idiot“ vorkommt.

Dann las Wolfgang Anders aus dem Buch „Das Kind der tausend Jahre“ von Gertrud Erbler und empfahl es als äußerst lesenswert. Es schildert die sehr unterschiedlichen Schicksale der Bewohner eines Zinshauses während der Nazi-Zeit, und wie sie trotz ihrer verschiedenen Herkunft gemeinsam gegen Hitler zusammenhielten.

Schließlich gab Gertrud Erbler einen gut vorbereiteten Beitrag zum Thema „Wortspiele“ zum Besten. Daran merkte man (wieder einmal), wie reich und vielfältig an Ausdrucksmöglichkeiten die deutsche Sprache ist.

Gegen Schluss des Stammtisches lasen noch einige Teilnehmer eigene Texte vor, z.B. Wolfgang Anders Liebeslyrik, auch ein humorvoller Dialog wurde von Günter Rybl und Begleiterin vorgetragen. Leo Hnidek ergänzte schließlich mit Neuigkeiten aus dem Buchhandel und Verlagswesen.

 

Der nächste Literaturstammtisch findet am 25. Mai statt. Unter anderem wird ein neuer Teilnehmer, der viele Jahre Latein und Deutsch an Gymnasien unterrichtete, über die Literatur der alten Römer berichten, und wozu heute Latein im Unterricht noch zu gebrauchen ist.

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