Nova Rock Festival – Bericht

Perfektes Wetter und ansprechendes Line-Up

Kaum hat es begonnen, schon ist es wieder vorbei. Drei Tage lang wurde bei perfektem Wetter zu einem interessanten Line-Up gerockt, gefeiert und (wie jedes Jahr wieder) literweise Bier vernichtet: so war das Nova Rock 2013!

Wie jedes Jahr gab es auch diesmal wieder zwei Hauptstages (Blue und Red) und die Red Bull Bühne auf welcher vor allem einheimische Bands für Stimmung sorgten. Eröffnet wurde das diesjährige Nova Rock bei strahlendem Sonnenschein pünktlich um 14 Uhr mit dem Auftritt der englischen Hard-Rock-Band Heaven`s Basement auf der Blue Stage. Ein interessantes Interview mit dem Schlagzeuger der Band, Chris Rivers, folgt in Kürze! Durchaus attraktiv wurde das Freitagsprogramm für Besucher u.a. durch Shows der australischen Gruppe Airbourne und der niederländischen Band Within Temptation. Eindeutiges Highlight des Tages waren aber die Performances von Thirty Seconds To Mars und Rammstein. Zum Glück setzte die US-amerikanische Band rund um den Sänger und Schauspieler Jared Leto nicht zu sehr auf die Darbietung von Songs ihres neuen schon teilweise zu sehr auf Kommerz getrimmten Albums, sondern spielten viele Hit`s ihrer letzten zwei Alben, wie etwa „The Kill“ und „King and Queens“. Wie bei den meisten seiner Auftritte betonte der Leadsänger wieder mehrere Male wie toll Österreich ist, doch das Schwenken einer riesigen Österreichflagge auf der Bühne wirkte dann doch ein wenig übertrieben. Der Stimmung wenig zuträglich war, dass etwa nach der Hälfte des Konzerts eine richtiggehende Völkerwanderung Richtung Blue Stage einsetze, wo Rammstein kurz darauf aufspielte und ebenso wie Thirty Seconds To Mars eine gute, aber überraschungsarme Show ablieferte.

Die eindeutig beste Performance des gesamten Nova Rocks brachten die „Altrocker“ Kiss auf die Bühne. Mit noch mehr Pyrotechnik als Rammstein, geschminkten Gesichtern und rausgestreckten Zungen bewiesen sie, dass sie auch nach 40 Jahren wissen, wie man die Menge unterhält. Mit ihrem Hit „I Was Made for Lovin`You“ als Zugabe setzten sie dem zweiten Tag des Festivals einen furiosen Schlusspunkt. Ansonsten war der Samstag mit Acts wie den Bands HIM und Deichkind nicht so prominent besetzt.

Interessanter war hingegen der Sonntag und somit der letzte Festivaltag, wobei sich beim Publikum beliebte Rock- und Heavy Metal-Gruppen beinahe die Klinke in die Hand gaben und man sich kaum für eine Bühne entscheiden konnte. Dabei ließen die Gruppen angefangen bei Papa Roach über Paramore bis zu Bullett for My Valentine, die Besucherherzen höher schlagen. Ein wenig aus der Reihe fiel hierbei die deutsche Band Sportfreunde Stiller, die parallel zu Korn spielte. Aber alle Wiener Musikfans, die sich doch für die grandiose Show von Korn entschieden haben, können beruhigt sein, denn vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass Sportfreunde Stiller schon kommenden Freitag (21.6.) die Ö3 Bühne rocken werden. Ein wenig schlecht koordiniert schien das große Finale des Nova Rock 2013, wobei die Headliner des Abends, die amerikanische Band Kings of Leon und die aus Dänemark stammende Truppe Volbeat, parallel auf der Bühne standen. Das Duell konnte hierbei die weniger bekannte aber von Heavy-Metal-Fans heißbegehrte Band Volbeat auf der ein wenig kleiner angelegten Red Stage für sich entscheiden. Aber während sich die einen bei vergleichsweise lauen Abendtemperaturen noch einmal das Festival in vollen Zügen genossen, packten viele andere schon ihre Sachen, um dem alljährlichen Abreisestau zu entgehen.

Barbara Klaus

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