„Mission: Impossible – Fallout“ – Filmkritik

Spektakulärer und anspruchsvoller Aktion-Blockbuster

In Kürze (02.08.) kommt mit „Mission: Impossible – Fallout“ wohl der Aktion-Blockbuster des Sommers in die österreichischen Kinos, der sowohl Herz als auch Hirn anspricht. Der insgesamt bereits sechste Teil der Mission Impossible Reihe besticht durch eine für einen Actionfilm vergleichsweise anspruchsvolle Handlung, imposante Settings und herausragende Schauspieler. In der Hauptrolle ist, wie immer, Tom Cruise zu sehen. Es spielen auch erneut Simon Pegg, Ving Rhames und Rebecca Ferguson mit. Neu dabei ist u.a. „Superman“ Henry Cavill.

Zum bereits sechsten Mal wartet auf Ethan Hunt (Tom Cruise) eine (unmögliche) Mission. Zusammen mit seinem Team, bestehend aus Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) soll er auf dem Schwarzmarkt angebotenes Plutonium sicherstellen, das sich zum Bau von Atomwaffen eignet. Die Mission scheitert jedoch im ersten Anlauf, da Hunt das Überleben eines Mitglieds seines Teams wichtiger ist als der Abschluss des Auftrags. Nun gilt es dieses Versagen wieder auszubügeln und das Plutonium einer Terrororganisation, bestehend aus Weltuntergangsfanatikern, aus den Hände zu reißen. Es folgt eine Verfolgungsjagd von Paris über London bis hin ins gebirgige Kaschmirgebiet.

Ethan Hunt und sein Team (Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Tom Cruise, Ving Rhames, v.l.)

Rund drei Jahre ist es her, seit Tom Cruise als Ethan Hunt das letzte Mal auf der Kinoleinwand zu sehen war. Unvergessen waren die mit dem fünften Teil verbundenen Dreharbeiten auf und in der Wiener Staatsoper, sowie die Weltpremiere des Films in Wien. Manch einer mag zu diesem Zeitpunkt gedacht haben, dass dieser Streifen nicht mehr zu toppen wäre. Wie jedoch die neueste Ausgabe der Reihe, „Mission: Impossible – Fallout“, beweist, ist dies jedoch durchaus möglich. Noch schneller, noch spektakulärer und noch irrwitziger rast die Handlung dahin. Verschnaufpausen, die für Toilettenpausen und einen Snackkauf geeignet wären, sind eher Mangelware. Jedoch handelt es sich dabei um Etwas, das ein 147-minütiger Film durchaus brauchen könnte.

Diesmal mischt auch die CIA mit (Henry Cavill und Angela Bassett).

Im Gegenzug dafür gibt es keine nennbaren Längen, die zu einem Blick auf die Uhr einladen würden. Viel zu schnell hetzt Tom Cruise mit seinem Motorrad durch die Straßen von Paris oder läuft in einem wahnwitzigen Tempo über Londoner Hausdächer. Dass dabei nicht immer alles glatt läuft, wird bei einem Blick auf die Dreharbeiten zum Film klar. So brach sich Cruise letzten Sommer bei einem seiner Stunts einen Knöchel und brachte so die Filmproduktion für mehrere Wochen zum Erliegen. Die bereits angesprochenen Städte werden dabei, wie es schon das letzte Mal u.a. bei Wien der Fall war, nicht nur als simple Kulisse genutzt, sondern geradezu in Szene gesetzt. Eine bessere Werbung für ihre Hauptstädte könnten sich Theresa May und Emmanuel Macron wohl kaum vorstellen.

Auch Ilsa (Rebecca Ferguson) und Ethan (Tom Cruise) kommen sich wieder näher.

Aber zurück zum Film und seinen DarstellerInnen. Obwohl der Film, wie bekannt, über einige Strecken eine One-Man-Show von Cruise ist und dieser seine Paraderolle erneut hervorragend zum Besten gibt, lebt der Streifen auch von den zahlreichen Nebencharakteren, ohne die an eine vernünftige Handlung nicht zu denken wäre. Wie immer unterhaltsam sind hierbei Simon Pegg („Star Trek“-Reihe, „Shaun of the Dead“ (2004) und Ving Rhames („Pulp Fiction“ (1994)), die ihn bei seiner Mission unterstützen. Die Liebesgeschichte zwischen Ethan und Ilsa wird im sechsten Teil fortgeführt, wobei Rebecca Ferguson („The Greatest Showman“ (2017), „The White Queen“ (2013)) als Ilsa Faust leider etwas zu selten zu sehen ist. Aber auch die Ex-Frau von Ethan, Julia, verkörpert durch Michelle Monaghan („The Path“ (2016-2018), „Pixels“ (2015)), sorgt für ein kurzzeitiges Gefühlschaos. Einen herausragenden Bösewicht gibt erneut Sean Harris („The Borgias“ (2011-2013), „Harry Brown“ (2009)) als Solomon Lane ab. Tom Cruise wird mit Henry Cavill, der seit fünf Jahren in diversen DC-Filmen als „Superman“ zu sehen ist, ein ebenfalls sehr bekannter und talentierter Schauspieler zur Seite gestellt. Er hat von der CIA die Aufgabe Hunt bei seiner Mission zu überwachen. Wer hier aber wen überwacht, unterstützt oder auch betrügt, wird aber erst am Ende des Films klar. Zuvor sind unzählige Drehungen und Wendungen in der Handlung mitzumachen, die den Streifen nicht zu einem reinen Aktion-Kracher, sondern zu einem vergleichsweise anspruchsvollen Film machen.

Und (wie immer) in Verfolgungsjagden auf dem Motorrad verwickelt: Tom Cruise als Ethan Hunt.

Insgesamt ist „Mission: Impossible – Fallout“ einer der besten, wenn nicht sogar der bisher beste Teil der Mission Impossible Reihe. Nicht nur sind die zu sehenden Stunts erneut größer und bombastischer als zuvor. Der Film verfügt auch über eine höchst komplexe Handlung. Dementsprechend kann man sich bei diesem Streifen nicht einfach nur mit Aktion „berieseln“ lassen, sondern hat stets mitzudenken. Ein Muss für alle, die in diesem Sommer ins Kino gehen möchten!

 

Text: Barbara Klaus

Bilder: © Paramount/Constantin Film

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