Lokaltipp: Irodion – griechische Spezialitäten

Ouzo, Gyros und Tzatziki – auf der Suche nach einem guten Griechen in Wien, wurde ich nun endlich fündig.

Ich habe schon unzählige griechische Restaurants in Wien ausprobiert, doch keines war vom Ambiente und vom Essen her, so bezaubernd wie das Irodion, im dritten Bezirk.

Wahrlich einladend ist schon der Eingang mit zwei Statuen aus der Antike. Drinnen eilt schon der erste Kellner zum Eingang, um uns den Platz zuzuweisen. Zum Aperitif wird gleich auf Kosten des Hauses ein Ouzo kredenzt. Im Hintergrund tönt, leicht gedämpft, traditionelle griechische Musik. Überraschend für mich ist, dass das Lokal nicht wie üblich in den klassischen Farben weiß und blau gehalten ist, sondern vorwiegend in Brauntönen mit Holzmöbeln, welche durch griechische Dekorationsstücke, wie kleinen Statuen und Vasen, geschmückt wurden. Besonders charmant ist der relativ große Wintergarten, bei dem der Eindruck entsteht, vor einem griechischen Tempel zu speisen. Obwohl das Restaurant ein großes Platzangebot bietet, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Reservierung.

Kommen wir nun zum wohl wichtigsten Teil – dem Essen. Das Irodion hat eine sehr umfangreiche Speisekarte und bietet feinste griechische Spezialitäten, die sowohl für Fleischliebhaber als auch für Fischesser bestens geeignet sind. Die Mengen der Vorspeisen würden durchaus auch für zwei Personen reichen. Dazu wird (leider!) nur französisches Baguette serviert. Warmes Fladenbrot kann extra bestellt werden.

Bei den Hauptgerichten ist das Fischangebot durchaus zufriedenstellend. Neben klassischen Calamari, schmecken der Lachs und der Thunfisch exquisit. Zu empfehlen ist der „Reichhaltige Fischteller“ für zwei Personen, welcher mit vier Fischsorten auftrumpft und mit unzähligen Beilagen serviert wird. Fleischliebhaber kommen im Irodion voll auf ihre Kosten. Neben Souvlaki in all den möglichen Fleischvarianten, können auch die mit Schafskäse gefüllten Fleischbällchen überzeugen. Dann der Gemüsereis, welcher bei vielen Speisen als Beilage zu finden ist, schmeckt ausgezeichnet. Die Portionen sind ausreichend groß und man wird auf jeden Fall mehr als satt. Für große Esser sprechen der „Hermes“ und „Rhodos“-Teller für sich – Unmengen an vorzüglich gewürztem und gegrilltem Fleisch mit Beilagen und Salat.

Aber auch die sehr umfangreiche Dessertkarte überrascht – die traditionelle Baklava wird mit Vanilleeis serviert. Was zunächst ungewöhnlich klingt, erweist sich im Nachhinein als überaus gelungene Kombination. Unbedingt probieren –  „Galaktoburiko“, ein Grießkuchen im Blätterteig, serviert mit Vanilleeis. Schmeckt exzellent!

Einziges Manko des Restaurants – verwirrend war, dass jeder Tisch von jedem Kellner bedient wird, auch wirkte das Personal zum Teil etwas teilnahmslos. Dennoch verwundert es nicht, dass das Irodion so gut besucht ist. Nicht nur dass die Preise für die Mengen sehr angemessen sind, auch die feinen, delikaten Speisen in netter Atmosphäre haben mich restlos überzeugt.

Alexandra Skala

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