Kletter-WM 2018 – Bericht

Größte Kletter-WM der Geschichte in Tirol

In den letzten elf Tagen (06.-16.09.) fand in Innsbruck die Kletter-WM 2018 statt und war diese aus österreichischer Sicht ein voller Erfolg. Denn nicht nur die einheimischen Athlet*innen konnten den einen oder anderen Erfolg verbuchen, sondern auch die Veranstalter*innen selbst, können höchst zufrieden sein. Schließlich stellten sie die größte Kletter-WM der Geschichte auf die Beine. Auch dem Tourismus dürfte, wie wohl erst die nächste Nächtigungsbilanz zeigen wird, die Großveranstaltung zu Gute gekommen sein.

Ganze sechs Jahre hat es gedauert, bis die größte Kletter-WM der (bisherigen) Geschichte in Innsbruck über die Bühne gehen konnte. Das Veranstaltungsteam rund um Michael Schöpf setzte seit 2012 alles daran, die 16. Kletter-WM nach Tirol zu holen. Von der ersten Idee, zum Konzept, der Bewerbung, der Zusage und schließlich der praktischen Umsetzung des Events selbst war es ein langer Weg. Umso größer ist jetzt die Freude, dass nach jahrelanger Planung diese „WM der Superlative“ (Budget: 2,8 Millionen Euro) im Grunde reibungslos von statten gegangen ist.

Die Kletter-WM selbst erstreckte sich über insgesamt drei Locations: dem Kletterzentrum Innsbruck (Qualifikation), der Olympiahalle (Halbfinale und Finale) und dem Marktplatz (Rahmenprogramm). An den insgesamt elf Wettkampftagen kämpften auch 28 österreichische Athletinnen und Athleten in neun Titelkämpfen um die heiß begehrten Medaillen. Den Großteil hiervon stellte, mit 16 Sportler*innen aus Tirol, jenes Bundesland, das die Veranstaltung auch austrug. Das Starterfeld selbst umfasste rund 800 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 57 verschiedenen Nationen – eine rekordverdächtige Zahl.

Für Österreich fällt nach elf Wettkampftagen der Blick auf den Medaillenspiegel durchaus positiv aus. So konnte sich einer der großen Favoriten, Jakob Schubert, gleich in zwei Wettbewerben (Kombination und Lead) durchsetzen und Gold für Österreich holen. Bei den Damen siegte mit Jessica Pilz beim Lead-Wettbewerb auch eine Österreicherin. Sie eroberte ebenfalls Platz 3 in der Kombination. Aber auch Michael Schöpf und sein Organisationsteam können mit der Bilanz höchst zufrieden sein. Blieben nicht nur gleich vier Medaillen in Österreich, ging dieses riesige Event auch weitestgehend problemlos über die Bühne und wirkte belebend sowohl auf Wirtschaft als auch Tourismus. Letzterer kann sich bereits auf das nächste „Event der Superlative“ freuen – denn die UCI Rad-WM (22.-30.09.), die ebenfalls in Innsbruck angesiedelt ist, steht bereits vor der Tür.

 

Text: Barbara Klaus

Bild: © Moritz Liebhaber / KVOE

 

 

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