Jan Duda „Wooden Town“

Der österreichische Gitarrist Jan Duda ist einer der wenigen Musiker und Produzenten, die den Crossover zwischen Rock und Electronic tatsächlich schaffen. Sein hörenswertes Album „Wooden Town“ bewegt sich gekonnt zwischen den Genres. Nichts davon wirkt aufgesetzt oder bemüht. Die Verschmelzung beider Stile erfolgt derart nahtlos, als gehörten sie immer schon zusammen. Zwar fand diese Vermählung tatsächlich schon in den Siebzigerjahren statt und setzt sich bis in unsere Tage im Prog-Rock fort – allerdings in elegischerer Form und mit teils merkwürdig anmutenden Texten.

Dieses Album dagegen ist direkt und zeitgemäß und wie aus einem Guss. Es gibt keine „Füllnummern“. Alle dreizehn Tracks grooven ordentlich und stehen beinahe gleichwertig nebeneinander. Als ein wenig hervorstechend zu bezeichnen sind fünf Nummern: „Chester“, „Up in the Air“, „Bergamote Oil Boogie“, „Bella Vista Daughter“ und schließlich die etwas kommerziell aber originell wirkende Aufnahme der Titelnummer „Wooden Town“. Die Soli sind sophisticated, es gibt jedoch kein Gehudel oder Geschrammel. Sie wirken ein wenig schräg bis kauzig, manchmal retro, jedenfalls immer abseits dessen, was man bis zum Abwinken aus diversen You-Tube-Foren kennt. Die Arbeit auf der Rhythmusgitarre ist perfekt und mit ungewöhnlichen Licks versehen, wobei das letzte bisschen Schmutz nicht digital geschreddert wurde.

Ein Muss für Fans und eine kleine Offenbarung für alle, die jenseits des Mainstreams Musik hören.

Erhältlich bei Spotify und Apple-Music

http://www.jan-duda.at/musik-beispiele/

 

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