Ingrid Felmeth – Pörtschach

Pörtschach im Sommer

Sonnenstrahlen flimmern durch die Zweige der Bäume,
weiße und rote Blüten auf den Sträuchern,
Bienen saugen den Nektar auf.

Der See – bläulich-grün irisierend – sanfte Wellen,
Segelschiffe gleiten dahin.

Ein Motorboot zieht sprühende,
sich wirbelnd drehende Schaumkronen hinter sich her.

Planschende, lachende Kinder.
Braune Haut, Sand zwischen den Zehen.

Ausgebleichte Sonnenschirme, schneebedeckte Berge in der Ferne.
Weiße Wölkchen zaubern Figuren an den Himmel.

Jäh verschwinden die Berge hinter einer dunklen, furchterregenden Wand.
Donnergrollen in weiter Ferne, dann – ein Krachen,
hell erleuchteter Himmel, Wassermassen, die schlagartig vom Himmel schießen.

Unerwartet und ungeahnt, von den Gedanken kaum fassend.
Entwurzelte Bäume, ein Teppich aus Laub und Blütenblättern auf den Straßen und Wegen.

Zaghaft kriecht Sonnenlicht durch die sich langsam öffnende Wolkendecke
und wärmt die feuchte Erde.
Nach drückender Stille zaghaftes Zirpen und Zwitschern.
Ein Regenbogen – blau-rot-grün – strahlend – alles fügt sich.

Ingrid Felmeth

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