Die „Wiener Zauberflöte“ im KUMST

Die Wiener Zauberflöte im KUMST

Wieder einmal besuchten wir das KUMST in Strasshof/NÖ um das Operettenensemble Oper@Tee in der beginnenden neuen Herbstsaison zu erleben.

Der Titel „Die Wiener Zauberflöte“ verhieß etwas Besonderes. Die Einführung in einer ungewöhnlichen nervösen Rolle von Alice Waginger klang hoffnungsvoll, trotz einiger Hoppalas im Text und Stolperfallen auf der Bühne.

Die Geschichte, die von der Koloratursoubrette Alice Waginger bearbeitet worden war, führte das nicht unbedingt zahlenmäßige Publikum vor Ort eigentlich von der Oper zur Operette und weiter in Richtung Lustspiel.

Das Gefühl aber, die Gruppe sollte es eher bei der Kinderoper belassen hat sich bestätigt. Es wurde schon Besseres geboten und es scheint, dass bisher bewährte Sängerinnen und Sänger nicht zur Verfügung standen. Auch hatte es den Anschein, wie wenn dies nur schnell in aller Kürze vorbereitet wurde und das konnte man am Gesang, dem schauspielerischen Talent aber auch an den Requisiten erkennen. So gar nicht das im Vorjahr gewohnte Bild von Oper@Tee.

Einzig wirklich einzigartig war wieder der Pianist, Max Schamschula, der durch seine mit seiner brillanten Fingerfgertigkeit vorgetragenen Stücke vieles gerettet hat. Er beweist auch immer wieder aufs Neue, das er das Klavier beherrscht und Musik zu einem Erlebnis werden lässt. Der Applaus hat dies bestätigt.

Perifirime als strahlende Fee, Mariana Garcia-Crespo, konnte gesanglich alle anderen übertreffen. Ein aufgehender Stern, dem man weiter verfolgen sollte. Sie hat Schauspiel und Gesang in sich vereinigen können und bestens präsentiert.

Die Harmonie der Stimmen wurde getrübt durch Kaspargeno, Christian Graf, der so gar nicht in das stimmliche Bild passte. Allerdings durch sein schauspielerisches Talent hat er so einiges an der Dramaturgie des Stückes gerettet.

Es zeigt sich halt, dass Schauspieler nicht unbedingt gut singen können und Sänger nicht unbedingt gute Schauspieler sind. Ideal und das beweisen immer wieder einige andere in der Zunft, das sie beides beherrschen.

Gesamt gesehen war der Eindruck des Dargebotenen eher zweitklassig. Besser ist es manche Versuche einer Veränderung von bewährten Stücken zu unterlassen. Als Lustspiel aber ein Erlebnis.

Leider war diesmal der gewohnte Rahmen von Oper@Tee nicht gegeben.

 

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