„Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes“ – Filmkritik

Gelungene Horrorfilm-Fortsetzung mit Gruselgarantie

Am 20. Februar 2015 kommt mit „Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes“ eine der heiß ersehntesten Fortsetzungen im Horror-Genre in die österreichischen Kinos. Das gut gelungene Sequel zeigt, wie schon zuvor Teil Eins, dass ein Horrorfilm auch ohne viel Blutvergießen einem den Schlaf rauben kann.

Während des Zweiten Weltkrieges wird eine Schülergruppe mit deren Direktorin Jean Hogg (Helen McCrory) und der jungen Lehrerin Eve Parkins (Phoebe Fox) aus dem unter deutschen Bombenangriffen stehenden London evakuiert. Sie werden im alten Eel Marsh House, das sich auf einer Insel befindet und nur über den Nine Lives Damm erreichbar ist, untergebracht. Wie schon einige Jahrzehnte zuvor, erwacht auch jetzt wieder durch die Anwesenheit von Menschen im Haus ein rachsüchtiger Geist zum Leben: Die Frau in Schwarz. Wann immer sie gesehen wird, muss ein Kind sterben…

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Der rachsüchtige Geist der ‚Frau in Schwarz‘ ist hinter einem der Kinder her.

Die Hintergrundgeschichte der ‚Frau in Schwarz‘ sollte spätestens seit dem ersten Teil aus dem Jahr 2012 bekannt sein. Dennoch lässt es sich der Regisseur nicht nehmen die Geschichte für das Publikum auf ein Neues aufzurollen, so dass selbst Zuschauer, die nicht das Vergnügen hatten den Film „Die Frau in Schwarz“ zuvor gesehen zu haben, die Handlung nachverfolgen können. Dennoch werden vor allem Kenner des ersten Films vom ersten Moment gespannt auf den ersten Auftritt der ‚Frau in Schwarz‘ warten. Dieser lässt auch nicht lange auf sich warten. So nimmt die Handlung rasch Fahrt auf.

Im Gegensatz zum ersten Teil, wird die Handlung der Fortsetzung um eine Liebesgeschichte erweitert. Mit den Figuren der jungen Lehrerin Eve und dem attraktiven Piloten Harry Burnstow, gespielt von Jeremy Irvine, bekannt aus dem Film „War Horse“ (2011) von Steven Spielberg, welchen sie auf der Zugfahrt von London aufs Land trifft, ist dem Zuschauer von Beginn an klar, dass Romantik in diesem Film auch eine Rolle spielen wird. Aber da es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt, ist den beiden, ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, ein Titanic-ähnliches Ende beschieden.

Die Frau in Schwarz 2_2015_2Eve (Phoebe Fox) und Harry (Jeremy Irvine) finden einen geheimnisvollen Schlüssel.

Obwohl im Prequel die Aufgaben des Regisseurs und Drehbuchautors neu vergeben wurden, erinnern sehr viele Elemente des Films an dessen Vorgänger – in einem durch und durch positiven Sinn. Wie schon im ersten Teil überzeugt der Film mit einer sehr rund wirkenden Handlung, wobei das Ende des Films im ersten Moment überraschend und auf den zweiten Blick dann jedoch logisch erscheint. Ebenso brilliert „Die Frau in Schwarz 2“ mit schon aus dem ersten Film bekannten Schock-Elementen. Ekelerregende Horrorkomponenten, wie etwa bis an die Decke spitzende Blutfontänen, werden in diesem Film hingegen (zum Glück) vergeblich gesucht.

Insgesamt ist „Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes“ ein würdiger Nachfolger des ersten Teils aus dem Jahr 2012. Die im Zweiten Weltkrieg angesiedelte Handlung wird nicht nur Horrorfilm-Kenner, sondern auch Grusel-Neulinge begeistern. Nach einer Laufzeit von (leider nur) etwa 100 Minuten bleibt wohl keiner der Zuschauer gerne im dunklen Kinosaal zurück, denn, wie wäre es wohl anders zu erwarten, läge eine Fortsetzung durchaus im Bereich des Möglichen…

Text: Barbara Klaus

Bilder (Artikel): © 2014 Concorde Filmverleih / Angelfish Films Limited 2014 / Photos: Nick Wall

Titelbild: © 2014 Concorde Filmverleih GmbH

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