Die Diskussion um die Grippe-Impfung

Kaum hat der Herbst begonnen, schon ist die wieder im Anmarsch – die Grippe. Die ersten hat es bereits erwischt und schon stellt man sich die Frage „Impfen – ja oder nein?“. Die „echte“ Grippe, auch Influenza genannt, ist eine Erkrankung, an der jährlich 380.000 Österreicher leiden. Ein wirksamer Schutz gegen die Erkrankung ist nur durch die Impfung gegeben.

Die Influenza ist eine schwere akute Erkrankung, die durch Influenzaviren ausgelöst wird. Sie tritt vor allem zwischen November und April auf und wird durch Tröpfcheninfektion wie Niesen, Husten, Händegeben oder Küssen übertragen. Nicht zu verwechseln ist die Influenza mit einer einfachen Erkältung, Erkältungen meist harmlos sind. Die Grippe jedoch ist eine schwere, lebensbedrohliche Krankheit, die in manchen Fällen auch zum Tod führen kann. Die typischen Symptome sind Schnupfen, Husten, Hals- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber und Schüttelfrost. Die Zeit zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der tatsächlichen Infektion beträgt ein bis drei Tage. Die Krankheit, sofern es sich um eine unkomplizierte Grippe handelt, dauert meist ein bis zwei Wochen. Treten zusätzlich noch bakterielle Infektionen auf, kann dies auch zu Lungen- und Mittelohrentzündungen bis hin zu Übergriffen auf das zentrale Nervensystem führen.

Die Maßnahme zur Prävention ist die Grippeimpfung, die am besten im Oktober und November durchgeführt werden sollte. Außerdem muss man die Impfung jährlich erneuern, da Influenzaviren ihr Erscheinungsbild häufig ändern. Zwei Wochen nach der Impfung hat das Immunsystem einen vollständigen Immunschutz aufgebaut. Achtung: eine Grippeschutzimpfung schützt vor der Influenza, nicht aber vor einem grippalen Infekt oder einer Erkältung.

Grundsätzlich kann jeder der sich schützen möchte, auch impfen lassen. Die Grippeimpfung wird für über 50-Jährige, chronisch Kranke und Menschen mit viel Personenkontakt wie z.B. Pfleger, empfohlen. Die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems ist vom Alter abhängig. Diese Leistungsfähigkeit nimmt ab dem 50. Lebensjahr wieder ab und der Körper kann die Influenzaviren schlecht abwehren. Ebenso haben Kinder ein noch nicht voll ausgereiftes Immunsystem, weshalb sie öfter erkältet und krank sind als Erwachsene. Diese Erkrankungen sollten allerdings zugelassen werden, damit das Immunsystem trainiert wird und somit ist die Grippeimpfung bei normal entwickelten Kindern nicht unbedingt notwendig. Was vielen nicht bewusst ist, ist dass es nicht nur um den persönlichen Schutz geht, sondern auch um den Schutz der anderen. Denn ein Mensch, der infiziert ist, kann leicht andere anstecken, ohne dass die Krankheit bei ihm ausgebrochen ist. Die Impfung schützt also vor der weiteren Ausbreitung in der Bevölkerung.

Risiken und Nebenwirkungen kann es wie bei jeder anderen Impfung geben. Die Wahrscheinlichkeit für Impfreaktionen ist bei der Grippeschutzimpfung gering. Auf eine Impfung sollten vor allem Personen verzichten, die eine Hühnereiweißallergie haben, sowie Personen die allergisch oder empfindlich auf die Bestandteile des Impfstoffes reagieren.

Wie man sieht, kann man für oder gegen eine Impfung sprechen. Jedoch muss im Endeffekt jeder selbst bestimmen, ob er sich nun impfen wird oder nicht.

Alexandra Skala

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