„Burnout“ – Modewort: was verbirgt sich denn wirklich dahinter?”

Seit einiger Zeit ist das Wort „Burnout“ in aller Munde: in Fachzeitschriften, Massenmedien und Werbemitteln.

Tatsache ist jedoch, dass sich hier verschiedene psychische als auch physische Prozesse vereinigen. Früher sagte man eben: totale Erschöpfung, Stress, Unruhezustand, etc. dazu. Die Ursachen waren genauso mannigfaltig wie heute. Entscheidend ist in Bezug auf eine Krankheitsdiagnose, dass es diese Bezeichnung gar nicht als eigene Krankheitsform gibt und auch nicht korrekt ist, sondern im internationalen Verzeichnis von Krankheiten nur als Rahmen- und Zusatzdiagnose angeführt ist.

Um wirklich festzustellen, was dahinter liegt, bedarf es einiger Gespräche mit den betroffenen Personen, um eventuellen Ursachen auf den Grund gehen zu können.

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es ein Zusammenspiel der größten Faktoren, nämlich die der beruflichen und privaten Ebene in einer gegenseitigen Wechselbeziehung.

Besonders im pädagogischen Bereich finden wir sehr häufig diverse Erscheinungen des Burnouts. Es ist ein ständiger Kreislauf, der sich zwischen System – Lehranstalt – Kinder – Eltern und Privatbereich abspielt.

Ich habe mich intensiv mit diesen Problemstellungen auseinandergesetzt und versuche, dieser Berufsgruppe durch verschiedene Präventionsprogramme und Dienstleistungen praktische Unterstützung anzubieten, als auch schon bei bestehenden Burnout-Prozessen beratend zur Seite zu stehen.

Oftmals reicht bereits ein Gespräch mit neutralen Personen, um Veränderungen zu erkennen und dem vermeintlichen oder tatsächlichen Stillstand wieder neue Impulse zu geben.

Matthias Wieser

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