„Broadway Therapy“ – Filmkritik

Moderne Screwball-Komödie mit Starbesetzung

In wenigen Tagen (20.08) kommt mit dem Film „Broadway Therapy“ eine ebenso kurzweilige wie unterhaltsame, für die Sommermonate typische, Komödie in die österreichischen Kinos. Gespickt mit bekannten Gesichtern wie etwa Owen Wilson und Jennifer Aniston, verbindet der Streifen gekonnt altbekannte Elemente der Screwball-Komödie mit modernen Einflüssen.

Isabella, genannt „Izzy“ (Imogen Poots), verdient sich ihren Lebensunterhalt als Escort-Dame, träumt aber im Grunde von einer Karriere als Schauspielerin. Als sie vom Broadway-Regisseur Arnold (Owen Wilson) gebucht wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Nach einer romantischen Nacht bietet er ihr 30.000 Dollar an, wenn sie ihm dafür verspricht ihren Job aufzugeben und stattdessen versucht ihre Träume zu verwirklichen. Aber als Isabella nur kurze Zeit später bei einem Vorsprechen für eine Aufführung von Arnold auftaucht, wird es kompliziert. Denn einerseits spielt dessen Frau (Kathryn Hahn) bei diesem mit und andererseits verguckt sich der Autor des Stücks, Joshua Fleet (Will Forte), in die junge Frau. Dieser wiederum ist jedoch in einer Beziehung mit Jane (Jennifer Aniston), der Therapeutin von Isabella…

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Arnold (Owen Wilson) trifft immer wieder auf unliebsame Bekanntschaften.

Für seine neueste Regiearbeit hat Peter Bogdanovich vor allem Schauspieler verpflichtet, die für ihr komödiantisches Talent bekannt sind. Zu sehen sind hierbei u.a. Owen Wilson („Midnight in Paris“, „Die Hochzeits-Crasher“) als exzentrischer Theaterregisseur mit Helferkomplex, die frisch verheiratete Jennifer Aniston („Friends“, „Trennung mit Hindernissen“) als selbstzentrierte Psychotherapeutin mit wenig Feingefühl, sowie Kathryn Hahn („Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“, „Crossing Jordan“) in der Rolle der selbstbewussten Broadway-Schauspielerin. Eine beeindruckende schauspielerische Leistung liefert auch die Newcomerin Imogen Poots („Need for Speed“, „Fright Night“) ab, welche überzeugend das ehemalige Escort-Girl bzw. die zukünftige Theater-Schauspielerin zum Besten gibt.

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Eine jener Begegnungen, die alle beteiligten Charaktere lieber vermieden hätten.

„Broadway Therapy“ zeichnet sich vor allem durch eine für Screwball-Komödien typische hohe Dialoglastigkeit aus. In den schnell gesprochenen Dialogen, welche vor Wortwitz nur so sprühen, entfaltet sich die Magie dieses Films. Anders als bei den meisten Komödien der heutigen Zeit, wird bei dieser die geistige Aufmerksamkeit des Zuschauers durch die fortlaufenden Situationsveränderungen beständig gefordert. Unaufhörlich wird der Zuseher mit Informationen über die einzelnen Personen gefüttert, welche wiederum in die komplexen Beziehungsverhältnisse zwischen den einzelnen Figuren aktiv integriert werden müssen. Eine wunderbare Abwechslung zu den sonst relativ geistlosen und vorhersehbaren Unterhaltungsfilmen der Gegenwart.

Text: Barbara Klaus

Bilder: © Filmladen Filmverleih

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