„Bridget Jones` Baby“ – Filmkritik

Zwei Daddys, aber nur ein Baby

In wenigen Tagen (21.10.) kommt der lange ersehnte dritte Teil der Bridget Jones-Reihe, „Bridget Jones` Baby“ auch in die österreichischen Kinos. Der Film schafft es trotz einer jahrelangen Verzögerung und diverser kritischer Stimmen im Vorfeld, wie seine Vorgänger zu unterhalten. Heraus gekommen ist hierbei eine kurzweilige, pointenreiche und mitreißende Komödie, die sowohl jung als auch alt begeistern wird. In den Hauptrollen sind erneut Renée Zellweger und Colin Firth, sowie erstmals Patrick Dempsey zu sehen.

Bridget Jones (Renée Zellweger) feiert ihren 43. Geburtstag und ist (immer noch) alleinstehend. Mr. Darcy (Colin Firth) ist mittlerweile verheiratet und Daniel Cleaver kürzlich bei einem Flugzeugabsturz verstorben – seine Leiche wurde jedoch nicht gefunden. Anders als bisher hat Bridget im Moment kein Problem mit ihrem Beziehungsstatus, sondern in der Arbeit mit ihren jungen hippen neuen Kollegen, die sie nicht so recht verstehen mag. Als eine jüngere Freundin sie mit zu einem Festival nimmt, kommt es zu einem One-Night-Stand mit Jack Qwant (Patrick Dempsey), einem amerikanischen Internet-Millionär. Wenige Tage später trifft sie jedoch bei einer Feier auf Mr. Darcy, der sich gerade von seiner Frau scheiden lässt. Am Ende des Tages landen auch sie zusammen im Bett. Als Bridget einige Wochen später feststellt, dass sie schwanger ist, stellt sich die Frage: Wer ist nun der Vater?

Zunächst trifft sie bei einem Festival auf Jack Qwant (Patrick Dempsey).

Zwölf lange Jahre hat es gedauert, um „Bridget Jones` Baby“ an den Start zu bringen. Vorab wurde viel (auch unter Fans) darüber diskutiert, ob ein dritter Teil nach so langer Zeit überhaupt noch gelingen kann. Nach dem Filmstart in wenigen Tagen dürften wohl auch die letzten Kritiker verstummen, denn trotz aller Hürden ist den Machern ein überaus witziger und zugleich kurzweiliger Film gelungen, der trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden keine Längen aufweist. Vollgepackt mit witzigen Dialogen und Situationskomik erinnert er sehr stark an den ersten Teil der Bridget Jones-Reihe. Denn, im Gegensatz zur ersten Fortsetzung, wird in „Bridget Jones` Baby“ von jeglichen überspitzten, klamaukhaften Situationen Abstand genommen und stattdessen auf Altbewährtes und zugleich Unterhaltsames gesetzt.

Wenig später kommt sie auch Mr. Darcy (Colin Firth) wieder näher.

Auf diesem Weg wird auch erneut die zwar deutlich gealterte, aber im Herzen immer noch junge Renée Zellweger erneut zur Sympathieträgerin des Films und laviert sich mit ihrer bekannt tollpatschigen Art durch diverse Fettnäpfchen-Situationen. An ihrer Seite ist zum wiederholten Male Colin Firth als der scheinbar emotionslose, steife Anwalt Mr. Darcy zu sehen, der dieses Mal eine an die „Pussy Riot“ angelehnte Frauengruppe vor Gericht vertritt. Nur Hugh Grant konnte scheinbar nicht dazu bewegt werden in diesem Sequel erneut in die Rolle des Frauenhelden Daniel Cleaver zu schlüpfen. So muss er zu Beginn des Films (vorerst) verscheiden. In seine Fußstapfen tritt Patrick Dempsey als Jack Qwant, der mit einem Algorithmus für die Liebe im Internet Millionen verdient hat, aber bisher selbst seine große Liebe nicht finden konnte. Zu dritt geben sie ein dynamisches Team ab, das das Ausscheiden von Hugh Grant problemlos kompensiert.

Dananch sind diverse Treffen zu dritt angesagt….

Insgesamt ist „Bridget Jones` Baby“ eine überaus gelungene und sehr unterhaltsame Fortsetzung, die sowohl das junge Publikum als auch bisherige Bridget Jones Anhänger begeistern wird. Nur Hugh Grant-Fans werden dieses Mal leider bekanntlichermaßen nicht auf ihre Kosten kommen. Aber mit Patrick Dempsey wurde ein würdiger Ersatz gefunden und für alle Ed Sheeran Fans hält der Film auch eine kleine Überraschung (in Form einer Gastrolle) bereit.

Text: Barbara Klaus

Bilder: © 2016 STUDIOCANAL GmbH.

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