Ausstellung „Josef Hoffmann/Stanislav Kolíbal: Fläche – Linie – Raum“

Eröffnung der Ausstellung „Josef Hoffmann/Stanislav Kolíbal: Fläche – Linie – Raum“

Stanislav Kolíbals Gespür für Raum und seine gestalterischen Fähigkeiten, finden sich in seinen Zeichnungen und Reliefs wieder. In einer Gegenüberstellung, finden sich auch in Josef Hoffmanns Werken ähnliche Charakterzüge. Durch sein Wirken für die Wiener Werkstätte entwickelte er einen Stil zu dem Kolíbal Jahrzehnte später ebenfalls fand.

Seit 20 Jahren steht das Geburtshaus Josef Hoffmanns in Brtnice (CZ) im Interesse des MAK. Die seit 2006 bestehende Zusammenarbeit mit der Mährischen Galerie, widmet sich heuer der Gegenüberstellung von Werken des österreichischen Architekten Hoffmann und den Positionen des tschechischen Bildhauers Kolíbal. Ziel des MAK Direktors Christoph Thun-Hohenstein ist es, die Wiener Moderne wieder aufleben zu lassen. Daher sei es selbstverständlich, Hoffmanns Schaffen Platz einzuräumen und sein Geburtshaus stärker zu betreiben.

Was aber haben uns diese zwei Künstler zu sagen?

Aus unterschiedlichen Zeiten stammend, ist es beiden ein Anliegen den Menschen Orientierung zu geben. Hoffmann wuchs in Zeiten der spätindustriellen Revolution auf. Sein Wunsch war es die Kunst den Menschen näher zu bringen. Hohe und angewandte Kunst zu vereinen, dabei immer die Idee des Gesamtkunstwerkes vor Augen. Kolíbal, geboren 1925, legt ebenfalls Wert darauf, die Menschen mit der Kunst zu verbinden. In einer Zeit der Digitalisierung führt er aus einer komplexen Welt, in geometrische Systeme, die Ordnung schaffen sollen. Ständig auf der Suche nach der menschlichen Natur. Eben diese Suche soll laut Thun-Hohenstein immer wach sein. Kolíbal zeigt durch seine Kunst Möglichkeiten auf, zum ursprünglichen Verständnis unseres Menschseins zurück zu kehren, mit dem die Digitalisierung nur sehr wenig zu tun hat.

Die individuelle Annäherung beider Künstler an das Problemfeld von Fläche-Linie-Raum, ist Thema der aktuellen Ausstellung des Josef Hoffman Museum in Brtnice. Interessierte können sich noch bis 28. Oktober selbst ein Bild von den Realisierungen.

Melanie Remes

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